Mit dem HC Tigers beginnt ein neues Kapitel im Vorarlberger Eishockey. Im Rahmen einer außerordentlichen Generalversammlung sowie einer anschließenden gemeinsamen Präsentation mit Mitgliedern, Fans, Partnern und Unterstützern hat der bisherige EC Bregenzerwald am Freitag seine zukünftige Ausrichtung vorgestellt.
Der Verein schlägt einen neuen Weg ein – mit klarem Standort in Dornbirn und einer langfristigen Vision, die über den eigenen Club hinausgeht. Seit vielen Jahren stehen die Wälder für Kontinuität, Leidenschaft und außergewöhnlichen Einsatz im Vorarlberger Eishockey. Diese Werte bilden weiterhin das Fundament und werden nun in eine neue Entwicklungsphase getragen.
„Was unsere ECB Familie in den letzten Jahren geleistet hat, verdient großen Respekt. Wir sind sportlich konkurrenzfähig, wirtschaftlich stabil und werden getragen von einer starken Gemeinschaft. Mit der fehlenden Heimstätte sind diese Dinge alles andere als selbstverständlich.“, heißt es von Obmann Guntram Schedler. „Aber gleichzeitig ist auch klar: Der Verein braucht endlich wieder eine echte Basis, die uns seit dem Ende der Eisarena Alberschwende fehlt.“
Nach über einem Jahrzehnt in Dornbirn fällt deshalb die bewusste Entscheidung: Der EC Bregenzerwald will dort nicht länger nur zu Gast sein – sondern ankommen. Strukturell, organisatorisch und perspektivisch. Im Rahmen einer außerordentlichen Generalversammlung wurde daher die Sitzverlegung in die Messestadt beschlossen. Der Verein folgt bewusst einem Weg, den internationale Sportorganisationen in vergleichbaren Situationen bereits erfolgreich gegangen sind. Dazu wird sich auch die Marke EC Bregenzerwald an die neuen Gegebenheiten anpassen. Mit dem Ziel, möglichst vieles der bisherigen Außendarstellung mitzunehmen.
Durch die Weiterentwicklung hin zum HC Tigers entsteht eine neue Klammer, die Vergangenheit und Zukunft verbindet. Der Tiger bleibt damit als Symbol erhalten, auch die Vereinsfarben ändern sich nicht. Dafür wurde ein neues Logo entworfen, in dem sich dezente Hinweise auf die Geschichte und die Gegenwart wiederfinden. Mit dem bewussten Auslassen einer geografischen Verortung im Namen wird außerdem ein Zeichen der Öffnung für Eishockeybegeisterte aus dem gesamten Ländle gesetzt.
Mit dem neuen Standort verändern sich auch die Möglichkeiten des Vereins. Bekanntermaßen bietet Dornbirn alle Voraussetzungen, die es für nachhaltige Entwicklung braucht: eine funktionierende Infrastruktur, eine zentrale Lage im Rheintal und neue Möglichkeiten, Partner und Netzwerke einzubinden.
„Wir wollen gestalten“, so die klare Stoßrichtung. Neben der eigenen Geschichte verfolgen die Tigers auch eine größere Vision: weiterhin einen aktiven Beitrag zum nachhaltigen Fortschritt des Eishockeysports in Vorarlberg zu leisten und neue Impulse für Nachwuchs, Standortentwicklung und sportliche Perspektiven zu setzen. Der eingeschlagene Weg ist langfristig gedacht. Nach und nach soll aus dem bestehenden Verein eine neu ausgerichtete Organisation entstehen und an den Schlüsselstellen professionalisiert werden.
Dazu wurden in den vergangenen Wochen bereits erste Gespräche mit Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Sport und Gesellschaft geführt. Ziel ist es, mit ihnen ein übergeordnetes Netzwerk aufzubauen, in dem sie ihre Erfahrung, Kontakte und Perspektiven für die zukünftige Entwicklung des Projekts einbringen.
Dass der eingeschlagene Weg positive Resonanz auslöst, zeigt auch die Reihe an Unterstützern, die schon früh ihre Bereitschaft signalisiert haben, das Projekt aktiv mitzutragen. Dazu zählen langjährige Wegbegleiter des Vereins wie Hans Metzler (Mevo), O&S Bau, sowie Hauptsponsor Franz Höfle. Gleichzeitig konnten mit Heinz Huber aus der Besitzerfamilie der Mohrenbrauerei und Steuerberater Mag. Peter Rhomberg bereits erste Persönlichkeiten aus Dornbirn für die gemeinsame Vision gewonnen werden.
Nun, nach der offiziellen Präsentation, beginnt die nächste Phase: Weitere Partner sollen Schritt für Schritt an Bord geholt werden. Mit dieser Basis rücken auch höhere Ziele in greifbare Nähe. Wenn es gelingt, Struktur, Umfeld und Organisation nachhaltig aufzubauen, erscheint mittelfristig Eishockey auf höchstem Niveau möglich.
Aber am Ende geht es um mehr als nur einen Verein. Es geht um die Frage, wie professionelles Eishockey in Vorarlberg nachhaltig funktionieren kann. Der HC Tigers hat für sich eine Antwort gefunden.

Der neue Auftritt
Das Vereinslogo erhält eine konsequente Weiterentwicklung – modern, klar und gleichzeitig weiter in der Geschichte des Vereins verwurzelt. Gestaltet wurde es vom britischen Sportlogo Designer Harry Nye.
Im Mittelpunkt bleibt weiterhin der Tiger als zentrales Wappentier des Clubs. Er steht seit über 40 Jahren für Leidenschaft, Kampfgeist und Identifikation und wurde grafisch modernisiert und dynamischer gestaltet. Ziel war es, eine starke und zeitgemäße Sportmarke zu schaffen, ohne den Charakter des bisherigen Vereins zu verlieren.
Die traditionellen Vereinsfarben Grün, Weiß und Schwarz sind bewusst dominant vertreten und bilden die visuelle Grundlage. Sie sorgen dafür, dass die Identität des Vereins trotz der Neuausrichtung klar erhalten bleibt.
Besonderen Wert legte Nye zudem auf symbolische Details im neuen Erscheinungsbild. So wurde unter anderem die Wälder Tanne als dezenter Hinweis auf die Herkunft und Geschichte des Vereins integriert. Gleichzeitig finden sich auch Elemente aus dem Dornbirner Stadtwappen im neuen Design wieder. Damit soll sichtbar gemacht werden, dass der Verein seine Wurzeln mitnimmt und gleichzeitig in seiner neuen Heimat ankommt.
Das neue Logo versteht sich als bewusste Verbindung aus Tradition und Zukunft. Es soll den HC Tigers als moderne Sportorganisation zeigen und gleichzeitig all jene Werte transportieren, die den Verein über viele Jahre geprägt haben. Das neue Erscheinungsbild wurde zudem bewusst flexibel gestaltet. Der modernisierte Tiger kann künftig auch eigenständig – ohne Hintergrund und Schriftzug – auf Vereinskleidung, Merchandise und Fanartikeln eingesetzt werden. Für offizielle Anwendungen wie die allgemeine Vereinskommunikation soll hingegen primär das vollständige Vereinslogo verwendet werden.
Die technische und organisatorische Umstellung des Vereinsauftritts erfolgt in den kommenden Wochen schrittweise. Website, Social-Media-Kanäle, Mailadressen und weitere Kommunikationsmittel werden laufend an den neuen Markenauftritt angepasst.
