Trotz großem Chancenplus und leidenschaftlichem Einsatz mussten sich die Wälder KHL Sisak im Penaltyschießen geschlagen geben und holten dabei zumindest einen Punkt. Besonders erfreulich: Lukas Kallioinen feierte sein Comeback, und Neuzugang Tim Bergström gab sein Debüt im grünen Trikot.
Intensiver Beginn mit Führung für Sisak
Von Beginn an entwickelte sich ein hochklassiges und schnelles Spiel. Obwohl Sisak eine lange Reise hinter sich hatte, wirkten die Gäste frisch – auch, weil sie bereits am Vortag in Dornbirn angekommen waren. Nach Chancen auf beiden Seiten setzte Larinovs in der 6. Minute den ersten Stich und traf nach einem platzierten Schuss ins lange Eck zur 0:1-Führung.
Nur wenige Sekunden später hatten die Wälder die direkte Antwort: Bernhard Posch traf jedoch nur die Stange und verpasste hauchdünn den Ausgleich. Danach übernahmen die Hausherren klar das Kommando, erspielten sich zahlreiche Topmöglichkeiten, scheiterten jedoch immer wieder am glänzend aufgelegten Sisak-Goalie Vilim Rosandić. So ging es trotz deutlicher Überlegenheit mit dem Rückstand in die Kabinen.
Der verdiente Ausgleich durch Lipsbergs
Auch nach dem Wiederbeginn setzte der EC Bregenzerwald seinen Sturmlauf fort. Der Druck führte schließlich zum verdienten Lohn: Bernhard Posch wurde auf dem Weg zum Tor regelwidrig gestoppt, die Schiedsrichter entschieden folgerichtig auf Penalty. Roberts Lipsbergs zeigte große Klasse und verwandelte mit einem Freestyle-Move aus scheinbar unmöglichem Winkel zum 1:1. (Individualsponsor KleGü gratuliert seinem Spieler.)
Im Anschluss spielten die Wälder weiter mutig nach vorne, während Sisak auf Konter lauerte. Trotz weiterer guter Chancen auf beiden Seiten blieb es bei der gerechten Punkteteilung nach 40 Minuten.
Taktisches Finale ohne Sieger
Im Schlussdrittel entwickelte sich ein äußerst taktisch geprägter Kampf, bei dem beide Teams diszipliniert agierten. Strafen waren Mangelware, die erste Überzahl gab es erst spät aufgrund einer Spielverzögerung gegen Sisak – ohne Ertrag. Auch die anschließende Powerplay-Möglichkeit für den ECB blieb ungenutzt, da sich beide Teams gegenseitig neutralisierten. So ging es in die Verlängerung.
Shootout entscheidet den Krimi
Die Overtime brachte keine Entscheidung, das Spiel blieb zäh und fehlerarm. Also musste das Penaltyschießen den Sieger küren. Nach drei Schützen pro Team stand es weiterhin unentschieden, ehe Vito Izdan in Runde vier für den Gästejubel sorgte.
Ein starker Auftritt des EC Bregenzerwald, der sich für seinen großen Aufwand gegen den Tabellenzweiten mit einem Punkt belohnte. Effizienz und ein überragender Rosandić machten am Ende den Unterschied.
Bereits morgen um 17:30 Uhr wartet die nächste Chance gegen Sisak, wenn Spiel zwei des Doppelwochenendes steigt. Mit der gleichen Leidenschaft und dem großartigen Support der Fans soll die Revanche gelingen.